taxonID	type	description	language	source
BD3287FAFFC25B15F295FEE9FD67FE7D.taxon	description	Messwerte des HT (in mm): AL: 0,83; SL: 0,66; KL: 1.71; KBr: 2,10; PBr: 2,59; PL: 2,34; EBr: 2,73; ENL: 1,51; ESL: 2,63; VKL: 6,68; GL (bis Segment VIII): 13,17; MedLL: 2,54; PaL: 2,22. Indizes: AL / SL: 1,26; KBr / KL: 1,29; PBr / PL: 1,10; KBr / PBr: 0,81; PBr / EBr: 0,95; PL / ENL: 1,55; EBr / ESL: 1,04. Längenverhältnis der Fühlerglieder I-XI: 40,5: 20,5: 30,5: 18,5: 18: 17: 17: 17: 17: 16,5: 30. Länge / Breite der Fühlerglieder I-XI: 3,00: 1,71: 2,54: 1,61: 1,50: 1,36: 1,26: 1,21: 1,17: 1,10: 2,14. Färbung: Kopf schwarz; Pronotum und Elytren schwarzbraun, letztere mit heller braunen Epipleuren und schmalem helleren Basalrand; Abdomen dunkelbraun, Hinterränder der Abdominalsegmente undeutlich aufgehellt. Beine dunkelbraun, Meso- und Metatibien innen geschwärzt. Antennen schwarzbraun, Glied I rotbraun; Mandibeln schwarz; Maxillar- und Labialpalpen rötlich braun. Habitus relativ schlank (Abb. 1 a). Grösse bei normaler Präparation etwa 12 - 13 mm. Kopf quer (KBr / KL 1,29). Augen um ein Viertel länger als die Schläfen (1,26), wenig aus dem Kopfumriss hervortretend. Vordere und hintere Stirnpunkte kräftig, vorne um das Doppelte, hinten um das Vierfache des Punktdurchmessers vom Augeninnenrand entfernt und mit kräftigen Borsten von der Länge des ersten Gliedes der Antennen versehen. Scheitelpunkte einfach, um das Vierfache des Punktdurchmessers von der Halsabschnürung entfernt, wie die Stirnpunkte beborstet. Schläfen vollständig gerandet, mit drei grossen Borstenpunkten sowie im hinteren Bereich mit feinerer Beborstung versehen. Oberfläche des Kopfes sonst unpunktiert und mit feiner querwelliger Mikroskulptur. Antennen mässig gestreckt, zurückgelegt den Hinterrand des Pronotums nicht erreichend, Glied III deutlich länger als II (1,49 x), die Glieder von III ̅ X kürzer werdend, aber auch Glied X noch etwas länger als breit, Glied XI etwas mehr als doppelt so lang wie breit. Pronotum gewölbt, mit nach unten gebogenen abgerundet rechteckigen Vorderecken; Hinterecken völlig abgerundet; insgesamt nur wenig breiter als lang (1,10). Dorsalreihen mit drei Borstenpunkten, Sublateralreihe auf einen, zwischen dem Niveau des ersten und zweiten Dorsalpunktes stehenden Borstenpunkt reduziert. Oberfläche des Pronotums mit querwelliger Mikroskulptur wie auf dem Kopf. Scutellum gross, unpunktiert, Oberfläche etwas grober und weitläufiger als das Pronotum mikroskulptiert. Elytren relativ schmal und kurz, kaum breiter als das Pronotum (1,06) und an der Naht viel kürzer als die Länge des Pronotums (0,65), insgesamt kaum breiter als lang (EBr / ESL 1,04). Punktur an der Basis stark reduziert, insgesamt sehr unregelmässig, entlang der Naht fein, nach hinten und aussen deutlich kräftiger werdend, in den Aussenecken kräftig. Neben Scutellum und Naht ist eine Reihe von links vier und rechts sechs kräftigeren Borstenpunkten zu erkennen, eine deutliche Schulterreihe von grösseren Tastborsten ist nicht festzustellen. In der Punktur inseriert eine feine etwa 200 µm lange helle Beborstung, die an den Rändern und auf den Epipleuren deutlich kräftiger und länger ist (bis 300 µm). Aussenrand der Elytren an der Schulter und im ersten Viertel der Elytrenlänge mit zwei langen Tastborsten (800 µm). Oberfläche der Elytren zwischen der Punktur etwas uneben, glänzend und ohne deutliche Mikroskulptur. Abdomen gestreckt, Tegite bis auf deren Basis regelmässig punktiert und anliegend dunkel beborstet, die Beborstung von Tergit III nach hinten länger werdend (Borstenlänge in der Mitte von Tergit III etwa 150 µm, auf Tergit VIII 250 µm). Oberfläche der Tergite mit sehr feiner und enger, querwelliger Mikroskulptur. Tergit VII am Hinterrand mit deutlichem Hautsaum (palisade setae). Beine wie bei anderen Arten der Gattung gebaut. ♂: Vordertarsen erweitert, Glieder II bis IV kleiner werdend, etwa so lang wie breit und auf der Unterseite mit dichten Haftborsten versehen. Sternit VIII in der Mitte deutlich, etwa so tief wie die Länge der Hinterrandborsten ausgerandet. Sternit IX relativ symmetrisch, apikal nur schmal abgestutzt (Abb. 4 e). Tergit X (Abb. 4 f) nur im apikalen Viertel beborstet, Seitenteile von Tergit IX (Abb. 4 g) kräftig. Aedoeagus (Abb. 1 b, c) mit tief (auf 48 % seiner Länge) gespaltenem Medianlobus, die beiden Seitenteile in ventraler Ansicht fast parallel und in lateraler Ansicht mit nur unauffälligem apikalen Haken. Paramere (Abb. 1 d) gestreckt, apikal breit abgerundet und mit vier längeren sowie beiderseits zwei kurzen Borsten versehen. Stiftborsten im Wesentlichen auf den unmittelbaren Apex der Paramere beschränkt (Abb. 1 e). ♀: Unbekannt (siehe auch Q. spec. ♀ weiter unten). Verwandtschaftsbeziehungen und Differentialdiagnose: Quedius skoupyi nov. sp. ist mit Quedius fissus GRIDELLI und besonders mit Q. fagelianus COIFFAIT nahe verwandt. Alle drei Arten zeichnen sich innerhalb der Q. lateralis - Gruppe durch den apikal gespaltenen Medianlobus (Abb. 1 b, 2 b, 3 b) aus, eine Synapomorphie, die sonst innerhalb der Untergattung Raphirus nicht vorkommt. Quedius skoupyi unterscheidet sich von beiden Vergleichsarten wie folgt: x von Q. fissus durch die aus unterschiedlich grossen Punkten bestehende Punktur der Elytren, das Fehlen einer deutlichen Mikroskulptur auf denselben und die weniger kontrastreich aufgehellten Epipleuren und Schulterecken der Elytren. Medianlobus des Aedoeagus (Abb. 1 b) viel tiefer gespalten (bei Q. skoupyi zu etwa 50 % der Länge des Medianlobus, bei Q. fissus (Abb. 3 b) etwa zu 25 %), die Spitzen des Medianlobus in ventraler Ansicht nicht konvergent, Paramere (Abb. 1 d) am Apex mit mehr konzentriertem Feld von Stiftborsten, das auf weniger als die apikalen 10 % der Paramerenlänge beschränkt ist (bei Q. fissus (Abb. 3 d) apikal mit lang bogenförmigen Stiftborstenfeld und zahlreichen medianen Stiftborsten auf mehr als 25 % der Paramerenlänge). Die zwei subapikalen kleinen Borsten befinden sich auf der apikalen Rundung der Paramere (Abb. 1 e), nicht wie bei Q. fissus an den Seiten der Paramere, weiter vom Apex entfernt (Abb. 3 e). x von Q. fagelianus durch das Fehlen einer deutlichen Schulterreihe grober Tastborsten auf den Elytren und die besonders an den Seiten deutlich gröbere Punktur derselben. Medianlobus des Aedoeagus (Abb. 1 b) noch etwas tiefer als bei Q. fagelianus (Abb. 2 b) gespalten, Spitzen des Medianlobus nicht divergierend. Paramere (Abb. 1 d) schlank, nicht wie bei Q. fagelianus breit und apikal leicht konkav abgestutzt (Abb. 2 d). Die zwei subapikalen kleinen Borsten befinden sich auf der apikalen Rundung der Paramere (Abb. 1 e), nicht innerhalb des abgestutzten Apex (Abb. 2 e). V e r b r e i t u n g u n d B i o n o m i e: Bisher nur vom Fundort des Holotypus bekannt (Abb. 5), dort gemeinsam mit Q. fissus gesammelt. Nähere Angaben zu den Fundumständen liegen nicht vor. D e r i v a t i o n o m i n i s: Die Art wird ihrem Sammler, Vladimir Skoupy (Kamenné Žehrovice), freundlichst gewidmet.	de	Schülke, Michael (2019): Eine neue Art der Gattung Quedius STEPHENS aus Syrien (Coleoptera, Staphylinidae, Staphylininae, Staphylinini, Quediina. Linzer biologische Beiträge 51 (1): 341-354, DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.3758155
BD3287FAFFC55B15F295FE47FE46FB86.taxon	description	Quedius fagelianus ist bisher nur aus dem nördlichen Israel und aus dem Libanon bekannt (Abb. 5). Die Art zeichnet sich durch eine deutlich sichtbare Schulterreihe grober Borstenpunkte (Abb. 2 a) und durch den tief gespaltenen Medianlobus des Aedoeagus mit leicht divergierenden apikalen Ästen (Abb. 2 b), sowie durch die breite, apikal quer abgestutzte Paramere (Abb. 2 d) aus.	de	Schülke, Michael (2019): Eine neue Art der Gattung Quedius STEPHENS aus Syrien (Coleoptera, Staphylinidae, Staphylininae, Staphylinini, Quediina. Linzer biologische Beiträge 51 (1): 341-354, DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.3758155
BD3287FAFFC55B18F295FBDFFD29FE58.taxon	description	Quedius fissus wurde von GRIDELLI (1938) nach Exemplaren von Monti Salbak, Karischer Taurus, von Lesbos und aus der Umgebung von Smyrna [Izmir] beschrieben. Die Art zeichnet sich durch die Kombination von gleichmässig punktierten Elytren (Abb. 3 a) mit deutlicher Mikroskulptur und einen apikal kurz gespaltenen Medianlobus des Aedoeagus (Abb. 3 b) aus. Parameren gestreckt, mit ausgedehnten Feldern von Stiftborsten auf den apikalen 25 % der Paramerenlänge (Abb. 3 d). Später wurde die Art aus Griechenland: Ikariá (ASSING 2017 c), Lesbos (COIFFAIT 1970, 1978; ASSING 2005, ASSING 2016 c), Rhodos (COIFFAIT 1976, 1978, ASSING 2013) und den türkischen Provinzen: Balikesir (ABACIGIL, VARLI & TEZCAN 2013), Denizli / Muǧla (Monti Salbak = Gölgeli Daǧları, ANLAŞ 2009), Izmir (ANLAŞ 2009) und Muǧla (BORDONI 1976, 2010) gemeldet. Die Art ist offenbar deutlich weiter nach Osten (Abb. 5) verbreitet als bisher bekannt war. Neu für Syrien und die türkische Provinz Osmaniye.	de	Schülke, Michael (2019): Eine neue Art der Gattung Quedius STEPHENS aus Syrien (Coleoptera, Staphylinidae, Staphylininae, Staphylinini, Quediina. Linzer biologische Beiträge 51 (1): 341-354, DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.3758155
BD3287FAFFC85B18F295FDA9FD03FC22.taxon	description	Die beiden vorliegenden Weibchen gehören entweder zu Quedius skoupyi oder zu einer weiteren unbeschriebenen Art. Sie unterscheiden sich von Q. fissus durch die fehlende Mikroskulptur auf den Elytren und deren unregelmässige Punktur, von Q. fagelianus durch den stark verlängerten Apex des ♀ - Tergites X (Abb. 4 b). Die Punktur der Elytren ist etwas kräftiger als beim Holotypus von Q. skoupyi, besonders befinden sich auch im Innenbereich der Elytrenoberfläche zwischen der feinen Punktur zahlreiche gröbere Borstenpunkte. Da über die Variabilität von Q. skoupyi keine Informationen vorliegen und das ♀ von Q. skoupyi unbekannt ist, muss eine Deutung der vorliegenden Weibchen bis zum Auffinden weiterer männlicher Exemplare unterbleiben.	de	Schülke, Michael (2019): Eine neue Art der Gattung Quedius STEPHENS aus Syrien (Coleoptera, Staphylinidae, Staphylininae, Staphylinini, Quediina. Linzer biologische Beiträge 51 (1): 341-354, DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.3758155
BD3287FAFFC85B1BF295FC05FE21FDAD.taxon	discussion	Innerhalb der holarktischen Fauna wird die ̎ klassische ̎ Einteilung in die Subgenera Distichalius, Microsaurus, Quedius und Raphirus weiterhin verwendet (SMETANA 2017, SOLODOVNIKOV 2012), Megaquedius CASEY, 1915 und Velleius werden ebenfalls als zu Quedius gehörend betrachtet. Zahlreiche gattungsfremde Elemente wurden aus der Gattung Quedius entfernt: Quetarsius SMETANA, 1996; Afroquedius SOLODOVNIKOV, 2006; Alesiella BRUNKE & SOLODOVNIKOV, 2013; Anthosaurus SMETANA, 2015; Quemetopon SMETANA, 2015; Queskallion SMETANA, 2015 und Philonthus angularis (CAMERON, 1948) (SMETANA 1996, 2015 a-c, SOLODOVNIKOV 2006, SOLODOVNIKOV & SCHOMANN 2009, BRUNKE & SOLODOVNIKOV 2013). Die interne Gliederung der Gattung Quedius ist Gegenstand aktueller Diskussion (SMETANA 2003, SOLODOVNIKOV 2012, SMETANA 2013), abschliessende Arbeiten liegen aber bisher nicht vor. Zur Einordnung der hier behandelten Arten erscheinen die folgenden Punkte von Bedeutung. Zusätzliche Borsten tragende Stirnpunkte: Zwischen den vorderen Stirnpunkten treten bei zahlreichen Arten der Untergattung Distichalius zusätzliche Stirnpunkte auf, ausserdem ist dies bei einigen Vertretern der Subgenera Quedius und Raphirus der Fall (SMETANA 1971, 1995 b, 1998 a, b, 2008, 2015 d, e, 2017, SOLODOVNIKOV 2012). Solche zusätzlichen Stirnpunkte fehlen bei den hier behandelten Arten, aber auch bei allen westpaläarktischen Vertretern der Untergattung Distichalius (cinctus (PAYKULL, 1790); punctatellus (HEER, 1839); 1839); minor HOCHHUTH, 1849; heinzi KORGE, 1964). SMETANA (1971) hält das Vorkommen von zusätzlichen Stirnpunkten für die Trennung von Subgenera in der Gattung Quedius für irrelevant. Im Gegensatz dazu wird die Anzahl der Scheitelpunkte speziell zur sicheren Trennung von Microsaurus und Raphirus herangezogen (SMETANA 1988, 2003). Arten der Untergattung Microsaurus besitzen zwei, Arten der Untergattung Raphirus auf beiden Seiten nur einen Scheitelpunkt. Distichalius - Arten sind in diesem Merkmal mit Vertretern der Untergattung Microsaurus identisch, sie besitzen zwei nebeneinander stehende Scheitelpunkte auf beiden Seiten. Bei den hier behandelten Arten und den Vertretern der lateralis - Gruppe ist auf beiden Seiten nur ein Scheitelpunkt ausgebildet. Sehr selten sind an dem von mir untersuchten Material von Q. fissus zusätzliche Borstenpunkte auf einer Seite, in einem Fall auf beiden Seiten vorhanden gewesen. Die Borstenpunkte liegen dann aber nicht wie bei Microsaurus oder Distichalius nebeneinander, der zusätzliche Borstenpunkt steht dann zwischen dem Scheitelpunkt und dem hinteren Stirnpunkt. Die Grundpunktur der Elytren ist bei Vertretern der Untergattung Distichalius nicht einheitlich. Neben Arten mit regelmässiger Punktur der Elytren kommen Arten mit feiner, oft stark reduzierter, nur auf den Epipleuren dichter und kräftiger Punktur vor. Auf der Scheibe der Elytren finden sich dann drei unregelmässige Reihen mit grösseren borstentragenden Punkten. Ein gespaltener Medianlobus des Aedoeagus, ähnlich wie bei Q. fissus, Q. fagelianus und Q. skoupyi kommt auch bei Distichalius nur in Ausnahmefällen vor (z. B. Q. shiow SMETANA, 1995). In einigen Artengruppen der Untergattung Distichalius sind die Medianloben der Aedoeagi mit Apikalloben ausgestattet, die sicher nur eine analoge Struktur darstellen (SMETANA 1995 b, 1998, 2015, 2017). Zusammengefasst lassen sich keinerlei zwingende Gründe für eine Zugehörigkeit von Q. fagelianus (und Q. skoupyi) zur Untergattung Distichalius feststellen. Dagegen sprechen die einfachen Scheitelpunkte, die habituelle Ähnlichkeit und der Bau des Aedoeagus, der mit Q. fissus als intermediäre Form an die lateralis - Gruppe anschliesst, für eine Zugehörigkeit zu Raphirus. Die beiden Arten werden deshalb in die lateralis - Gruppe der Untergattung Raphirus eingefügt.	de	Schülke, Michael (2019): Eine neue Art der Gattung Quedius STEPHENS aus Syrien (Coleoptera, Staphylinidae, Staphylininae, Staphylinini, Quediina. Linzer biologische Beiträge 51 (1): 341-354, DOI: http://doi.org/10.5281/zenodo.3758155
