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03D087DEFF92FFC63281102025FB82A7.taxon	biology_ecology	Die uns vorliegenden Funddaten von D. rejectana lassen auf eine Flugzeit der Falter von Ende Juni bis Anfang August schliessen (Grenzdaten: 28. Juni – 9. August). Die tägliche Hauptaktivitätszeit scheint am späten Nachmittag und Abend zu sein. Ob die Falter nachts auch ans Licht kommen, ist bislang unbekannt. Die Fundorte liegen auf HÖhen von 1500 bis 2100 Metern über Meer, also in der subalpinen Stufe der Alpen. Das Habitat im Zinaltal ist ein steiler, nach Norden und Osten gerichteter Berghang auf 1840 – 1860 m ü. M. Grünerlengebüsch (Alnus alnobetula [= viridis]) und eine üppige Hochstaudenflur zeichnen den eher kühlfeuchten Lebensraum aus (Abb. 18). In der Schweiz verteilen sich die Funde auf die Regionen Nordalpen, Wallis und Graubünden. Mit dem Nachweis aus dem Laggintal VS wird auch die Südschweiz gerade noch erreicht (Abb. 19). Uns liegen keine Angaben über Funde ausserhalb der Schweiz vor. Abb. 13. Dichrorampha rejectana ♀. VS Zinal, 01. 07. 2014, GP Nr. 1223 W. Wittland, DNA Barcode TLMF Lep 15432. Abb. 14. Dichrorampha plumbana ♀. FR Mt. Vully, 20. 05. 2001, GP Nr. 2014 - 219 R. Bryner. Abb. 15. Dichrorampha sedatana ♀. FR Mt. Vully, 20. 05. 2001, GP Nr. 2014 - 221 R. Bryner. Abb. 16. Dichrorampha aeratana ♀. BE Plagne, 30. 03. 2010, e. l., GP Nr. 2014 - 220 R. Bryner. Abb. 17: Neighbour Joining Tree (Kimura 2 Parameter, produziert mit MEGA 5; cf. Tamura & al. 2011) von Dichrorampha rejectana und ähnlichen Arten; nur Barcodesequenzen> 600 Basenpaare berücksichtigt. Die Breite der Dreiecke repräsentiert den Stichprobenumfang, die Tiefe die genetische Variation innerhalb des Clusters (doppelte Skaleneinheit). Quelle: DNA-Barcodesequenzen aus BOLD (Barcode of Life Database, cf. Ratnasingham & Hebert 2007). Die ersten Stände von D. rejectana sind unbekannt. Aufgrund der Beobachtungen über die Entwicklungsstadien der nahe verwandten Arten kann man vermuten, dass sich die Raupen in den Wurzeln von Asteraceen entwickeln. Auffallend ist beispielsweise die Übereinstimmung der bisherigen Fundorte von D. rejectana mit der Verbreitung und den bevorzugten Wuchsorten von Achillea macrophylla und Achillea atrata (Lauber & Wagner 2007). Erstere der beiden ist in der Hochstaudenflur am Fundort im Zinaltal prominent vertreten.	de	Bryner, Rudolf, Huemer, Peter, Wittland, Wolfgang (2015): Wiederentdeckung von Dichrorampha rejectana (DE LA HARPE, 1858) stat. rev., bona species in der Schweiz (Lepidoptera, Tortricidae: Olethreutinae). Contributions to Natural History 28: 1-21, DOI: 10.5169/seals-787076
