identifier	taxonID	type	CVterm	format	language	title	description	additionalInformationURL	UsageTerms	rights	Owner	contributor	creator	bibliographicCitation
03AC814B0865FFED6A8CFC52022EFD67.text	03AC814B0865FFED6A8CFC52022EFD67.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Oreonebria (Oreonebria) soror (DANIEL 1903) Szallies & Huber 2014	<div><p>Oreonebria (Oreonebria) soror (DANIEL, 1903) stat. nov.</p> <p>Seit der Beschreibung wurde O. soror stat. nov. als subspezifisches Taxon von O. angustata angesehen (Magistretti 1965, Ledoux &amp; Roux 2005) oder sogar mit O. angustata synonymisiert (Vigna Taglianti 1993). Es sind aber als artspezifisch anzusehende Unterschiede zwischen den beiden Taxa vorhanden, so dass eine Unterordnung des Taxons soror unter O. angustata unangemessen erscheint. Vor allem der Medianlobus des Aedoeagus ist bei beiden Taxa sehr deutlich verschieden, da er bei O. soror stat. nov. nur halb so dick ist wie bei O. angustata (Abb. 2a, 2b). Weiterhin ist nur bei O. soror stat. nov. eine sehr feine, rudimentäre paarweise angeordnete dorsale Beborstung auf den vier basalen Tarsengliedern vorhanden. Besonders stark und gut sichtbar ist dabei meistens die äussere Borste auf dem ersten basalen Tarsenglied. Bei O. angustata fehlt eine solche dorsale Beborstung der Tarsen vollkommen.</p> <p>Eher graduell verschieden ist die Anzahl der Supraorbitalborsten, die seit der Beschreibung der O. soror stat. nov. als ein vermeintlich entscheidendes Differenzierungsmerkmal angeführt wird. Während O. angustata fast immer zwei Supraorbitalborsten neben jedem Auge besitzt, ist bei O. soror stat. nov. häufig nur eine einzelne vorhanden (für Details, auch die anderen Borstenmerkmale betreffend, siehe den Abschnitt Differenzialdiagnose). Ein weiteres, ebenfalls eher graduelles Merkmal sind die vorderen Borsten im dritten Flügeldeckenintervall, die der O. soror stat. nov. häufig fehlen, nicht aber der O. angustata. Etwas spezifischer erscheint die bislang unerwähnte Zahl der Clypealborsten, von denen O. soro r stat. nov. häufig bis zu vier besitzt (bilateral je ein Paar), während bei O. angustata der Clypeus wie bei den anderen Arten der Gattung Oreonebria DANIEL, 1903 fast immer bilateral unisetos ist.</p> <p>KÖrperform, Färbung und Pronotumbreite von O. soror stat. nov. und O. angustata sind nicht grundsätzlich verschieden. Zumeist aber besitzt O. soror stat. nov. eine schlankere oder ausgeprägter tropfenfÖrmige Gestalt, eine dunklere Färbung und ein schmaleres Pronotum als O. angustata.</p> <p>Sicherlich sind die beiden Taxa nahe miteinander verwandt. Die erstgenannten Merkmale allerdings legen nahe, sie besser als getrennte Arten zu führen. Auch die Berücksichtigung einer im Folgenden beschriebenen Unterart der O. soror stat. nov. unterstützt diese Auffassung.</p> </div>	http://treatment.plazi.org/id/03AC814B0865FFED6A8CFC52022EFD67	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Szallies, Alexander;Huber, Charles	Szallies, Alexander, Huber, Charles (2014): Oreonebria (Oreonebria) soror tresignore ssp. nov. vom Pizzo dei Tre Signori in der Lombardei, Italien (Coleoptera: Carabidae, Nebriinae). Contributions to Natural History 25: 23-33, DOI: 10.5169/seals-787042
03AC814B0866FFE86AE9FD250273FA57.text	03AC814B0866FFE86AE9FD250273FA57.taxon	http://purl.org/dc/dcmitype/Text	http://rs.tdwg.org/ontology/voc/SPMInfoItems#GeneralDescription	text/html	de	Oreonebria (Oreonebria) soror subsp. tresignore Szallies & Huber 2014	<div><p>Oreonebria (Oreonebria) soror tresignore ssp. nov. (Abb. 1)</p> <p>Holotypus ♂: Bergamasker Alpen, Pizzo dei Tre Signori, Valle dell' Inferno 2200 m, 24.7.2013, leg. Szallies (NMBE).</p> <p>Paratypen: 1 ♂, 4 ♀, gleiche Funddaten wie Holotypus. 2 ♂, 18 ♀ Bergamasker Alpen, Pizzo dei Tre Signori, Valle dell' Inferno 2200 m, 17.7.2006, leg. Szallies. Paratypen in den Sammlungen NMBE, cSZ, TLMI.</p> <p>GrÖsse: 8,5–10 mm.</p> <p>Färbung: KÖrper schwarz-braun. Nahtstreifen, Ränder des Pronotums und der Elytren rÖtlich. Extremitäten orange-dunkelbraun.</p> <p>Kopf: Rundlich, länger als breit, mit seitlich vorstehenden Augen. Schläfen lang. Bilateral 2 Supraorbitalborsten, seltener asymmetrisch unisetos/bisetos (bei 3 Tieren = 12 %). Vertex mit feiner, aber doch deutlicher, isodiametrischer Mikroskulptur. Clypealnaht deutlich und gerade. Beborstung des Clypeus variabel: Bei 40 % der Tiere bilateral bisetos, bei 32 % bilateral unisetos und bei 28 % asymmetrisch uni-/bisetos. Labrum mit 6 Borsten; in gleicher HÖhe auf den Mandibeln jeweils eine Borste. Vorletztes Labialtasterglied mit 3 Borsten. Submentum beidseitig mit 5, manchmal mit 4–7 Borsten.</p> <p>Fühler: Langgestreckt, mit leicht verdicktem Basalglied, welches distal eine Borste trägt. Zurückgelegte Fühler beim Männchen etwa 40 %, beim Weibchen etwa 30 % der Länge der Elytren erreichend (gemessen von der Spitze des Scutellums bis zum Apex der Elytren, vgl. Abb. 1).</p> <p>Pronotum: Schmal, etwas breiter als lang (1,25 x). GrÖsste Breite im vorderen Drittel. Seitenrand fein wulstig gerandet. Seitenrandkehle sehr schmal und flach, bei den Vorderecken erweitert, jederseits meistens mit 2 Borsten im vorderen Drittel. Zu den Hinterecken gerade verengt, spitz und nur wenig nach hinten ausgezogen, mit jeweils einer Borste in den Hinterwinkeln. Vorderecken wenig nach vorne ragend, eng verrundet. Eine schwache mediane Längsfurche von der basalen Vertiefung bis kurz vor den Vorderrand. Dort in schwache Furchen übergehend, die V-fÖrmig gegen die Vorderecken gerichtet sind. Die basale Querfurche, die vor der Basis schwach verbreiterte Seitenrandkehle und die Enden der V-fÖrmigen Furchen gegen das Halsschildende grob, flach und unregelmässig punktiert. Prosternalfortsatz bis zwischen die Hüften flach, zum Apex buckelfÖmig gewÖlbt und an den Seiten nach unten gebogen. Apex eng verrundet, nur fein und undeutlich gerandet. Scheibe des Pronotums mit feiner isodiametrischer Mikroskulptur.</p> <p>Elytren: Flach, langoval, tropfenfÖrmig, mit schmalen, flach verrundeten Schultern. GrÖsste Breite deutlich hinter der Mitte, Scheibe bis zum 5. Streifen hin flach. Glänzend, mit isodiametrischer Mikroskulptur, die vereinzelt quermaschige Einsprengsel enthält. Scutellum gross und dreieckig, mit kurzem Scutellarstreifen. Scutellarporenpunkt fehlend. Erster Flügeldeckenstreifen basal zum Scutellum hin stark nach aussen abgebogen und an der Elytrenbasis mit dem zweiten Streifen zusammentreffend. Flügeldeckenstreifen fein, mit mehr oder weniger regelmässiger, stärkerer Punktierung und nur schwach gewÖlbten Intervallen. Zum Apex hin Streifen und Punktierung schwächer und schliesslich ganz verloschen. Meistens keine borstentragenden Punkte im vorderen dritten Intervall auf der Scheibe (unilateral nur bei 3 Tieren = 12 % vorhanden), nur vor dem Apex 1–3 Porenpunkte.</p> <p>Aedoeagus: Medianlobus des Aedoeagus schlank, mit lang ausgezogener, paralleler und wenig abgerundeter Spitze (Abb. 2c).</p> <p>Hinterleib: Sterna 4–6 (sensu Ledoux &amp; Roux 2005) auf jeder Seite in der Regel mit 2–4 Borsten. Analsternit bei beiden Geschlechtern mit jederseits 2 (–3) Borsten.</p> <p>Beine: Langgestreckt und schlank. Basis und Apex der Hinterhüften mit jeweils 1 Borste. Tarsen etwa von der Länge der Schienen. Vordertarsen mit Sexualdimorphismus, bei den Männchen die ersten drei Tarsenglieder schwach erweitert und unterseitig mit Hafthaaren. Das Klauenglied auf der Oberseite distal mit einem Paar starker Dorsalborsten. Auf den vier basalen Tarsengliedern jeweils mit Paaren rudimentärer, kurzer, feiner dorsaler Borsten, insbesondere auf den Vordertarsen. Die äussere dorsale Borste des Basalglieds üblicherweise besonders stark und gut erkennbar.</p> <p>Phänologie: Funde bisher nur im Juli.</p> <p>Vorkommen: Nur am Pizzo dei Tre Signori (Lombardei) an einer begrenzten Stelle an der Nordostflanke des Berges im Valle dell' Inferno auf etwa 2200 m HÖhe (Abb. 3, Abb 4.).</p> <p>Etymologie: Die neue Unterart ist drei Frauen gewidmet: den beiden Hüttenwartinnen vom Rifugio FALC im Valle dell'Inferno, die 2006 das Refugium bewirtschafteten, und ihrer kÖstlichen "Grünen Fee" (eigentlich Genepi).</p> <p>Differenzialdiagnose</p> <p>Die drei Taxa O. angustata, O. soror stat. nov. und O. soror tresignore ssp. nov. unterscheiden sich in erster Linie durch den Medianlobus des Aedoeagus (Abb. 2). O. angustata hebt sich durch den auffällig dickeren Medianlobus (Abb. 2a) von O. soror stat. nov. und O. soror tresignore ssp. nov. ab. Die Spitze des Medianlobus der O. soror tresignore ssp. nov. ist besonders lang ausgezogen (Abb. 2c, rechts) und nicht wie bei O. soror stat. nov. (und auch O. angustata) knopffÖrmig erweitert und abgerundet.</p> <p>Das Pronotum ist sowohl bei O. soror stat. nov. (Daniel 1903, Ledoux &amp; Roux 2005) als auch bei O. soror tresignore ssp. nov. in der Regel schmaler als bei O. angustata. Die Breiten des Pronotums beider Arten kÖnnen sich jedoch angleichen, da es – allerdings selten – Exemplare von O. angustata mit schmalerem Pronotum gibt, die ein Breiten-/Längenverhältnis von 1,25 erreichen.</p> <p>Die in vorliegender Arbeit untersuchten 252 Exemplare von O. angustata weisen im vorderen Drittel des 3. Intervalls der Elytren zu 85,7 % (wenigstens unilateral) einen Porenpunkt auf, was der Formulierung in Ledoux &amp; Roux (2005; "le troisième interstrie en général sans pores discaux…") widerspricht. Dieses Merkmal ist trotzdem als Bestimmungshilfe zu gebrauchen, sind doch die beiden anderen Taxa O. soror stat nov. und O. soror tresignore ssp. nov. zu 90,7 % resp. zu 88,0 %, und somit "in der Regel", asetos.</p> <p>Bei O. angustata ist der Clypeus fast konstant bilateral unisetos (nur bei 0,8 % der Belege asymmetrisch uni-/bisetos), bei O. soror hingegen ist er überwiegend bilateral bisetos (74,4 %, 16,3 % asymmetrisch uni-/bisetos und 9,3 % bilateral unisetos) und bei O. soror tresignore ssp. nov. zu etwa gleichen Anteilen bilateral bisetos, asymmetrisch uni-/bisetos oder bilateral unisetos (40 %, 28 %, 32 %).</p> <p>O. angustata und O. soror tresignore ssp. nov. besitzen meist je zwei Supraorbitalborsten (asymmetrisch uni-/bisetos lediglich in 2,8 % bzw. 12 % der Fälle, bilateral unisetos nur 0,8 % bzw. 0 %), während O. soror stat. nov. in variabler Weise bilateral bisetos, asymmetrisch uni-/bisetos und bilateral unisetos ist (45,8 %, 27,1 %, 27,1 %). Dies stimmt mit der Beobachtung Daniels (1903) überein, wonach soror -Tieren "nicht selten der 2. obere Supraorbitalpunkt fehlt". Der katogorische Befund "une seule soie oculaire" in Ledoux &amp; Roux (2005) ist hingegen nicht zutreffend.</p> <p>Bei O. soror stat. nov. und O. soror tresignore ssp. nov. ist häufig eine rudimentäre, sehr feine, dorsale, paarweise Beborstung auf den vier basalen Tarsengliedern vorhanden. Besonders stark und gut sichtbar ist dabei meistens die äussere Borste auf dem ersten Vordertarsenglied. Der O. angustata fehlt eine solche dorsale Tarsenbeborstung vollständig.</p> <p>Der KÖrper der O. soror tresignore ssp. nov. ist immer dunkelbraun bis schwärzlich gefärbt, bei den beiden anderen Taxa sind ausgehärtete Stücke zumeist heller braun, vor allem bei der O. angustata. Die Flügeldecken sind bei O. soror tresignore ssp. nov. ausgesprochen tropfenfÖrmig, mit sehr flach verrundeten schmalen Schultern. Die Scheibe der Elytren ist auffällig abgeflacht und glänzend, mit isodiametischer Mikroskulptur. Bei den beiden anderen Taxa, vor allem bei O. angustata, sind die Elytren gleichmässiger gewÖlbt und an der Basis breiter und stärker verrundet, wobei sie durch die stärkere Mikroskulptur, die deutlich quermaschig ist, matter wirken.</p> </div>	http://treatment.plazi.org/id/03AC814B0866FFE86AE9FD250273FA57	Public Domain	No known copyright restrictions apply. See Agosti, D., Egloff, W., 2009. Taxonomic information exchange and copyright: the Plazi approach. BMC Research Notes 2009, 2:53 for further explanation.		Plazi	Szallies, Alexander;Huber, Charles	Szallies, Alexander, Huber, Charles (2014): Oreonebria (Oreonebria) soror tresignore ssp. nov. vom Pizzo dei Tre Signori in der Lombardei, Italien (Coleoptera: Carabidae, Nebriinae). Contributions to Natural History 25: 23-33, DOI: 10.5169/seals-787042
