taxonID	type	description	language	source
E125F5078D12FFEB4BFAFBF5FD857167.taxon	materials_examined	Typusmaterial: Insgesamt 200 Exemplare, 120 ♂ und 80 ♀. Holotypus: 1 ♂ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst, 2100 m, 14.6.2009, leg. A. Szallies (NMBE). Paratypen: 10 ♂ und 3 ♀ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst, 2050 m, 14.7.2010, leg. A. Szallies. 15 ♂ und 14 ♀ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst, 2050 m, 26.6.2011, leg. M. Donabauer & A. Szallies. 1 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Kulm NW, Nordseite, 2080 m, 4.9.1982, leg. P. Herger. 1 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Kulm Nordhang, 2080 m, 23.6.1984, leg. W. Marggi. 1 ♂ Pilatus, OW (Obwalden), 20.7.1916, Sammlung A. Mathey, Biel, 1971 (wahrscheinlich der Sammler des Exemplars). 20 ♂ und 8 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 8.5.2011, leg. A. Szallies, A. Specker & M. Speck. 21 ♂ und 27 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 23.6.2011, leg. M. Donabauer & A. Szallies. 37 ♂ und 18 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 3.7.2011, leg. J. Lau, P. Schüle & A. Szallies. 15 ♂ und 7 ♀ Kanton Bern, Hohgant, 2150 m, 10.5.2011, leg. A. Szallies. 1 ♀ Kanton Luzern, Brienzer Rothorn, Nordseite, 2100 m, 28.9.2006, leg. A. Szallies. Paratypen in den Sammlungen NMBE, NMLU, NMBA, ETH, SMNS, cSZ, cJL, cMD, cPS, cWM.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D12FFEB4BFAFBF5FD857167.taxon	description	Grösse: 3,6 – 4,0 mm. Färbung: Matur schwärzlich. Flügeldecken mit sehr schwach blau irisierendem Glanz. Die zwei Fühlerbasisglieder einfarbig heller braun, wie auch die Basis der restlichen anschliessenden Fühlerglieder mehr oder weniger aufgehellt. Das Endglied distal zumeist ebenfalls aufgehellt. Taster an den Spitzen der Endglieder gelblich aufgehellt. Beine dunkel-gelblich, die Basis der Schenkel schwärzlich. Kopf: Quadratisch, gross, mit unauffälligen, grossen Augen. Fein chagriniert. Labrum eingebuchtet. Pronotum: Quer, mit feiner Mittelfurche und deutlich abgesetzem Seitenrand, bis zu den Hinterwinkeln etwa halb so breit wie das zweite Fühlerglied dick. Auf der Scheibe sehr fein und schwach chagriniert. Halsschildhinterrandecken leicht spitzwinklig zulaufend und als kleines Zähnchen vom gebogenen Seitenrand abgesetzt. Basaler Halsschildrand fast gerade, zu den Ecken nur leicht gebuchtet. Elytren: Flach, subparallel, langgesteckt. Grösste Breite kurz vor oder in der Mitte. Innere drei Elytrenstreifen deutlicher gefurcht, äussere Streifen schwächer. Drei Porenpunkte am dritten Streifen, der vordere im ersten Drittel, der mittlere in der Mitte der Elytren, der letzte am Zusammenlaufpunkt vom zweiten, dritten und vierten Streifen, vom Flügeldecken-Apikalende weit mehr als die Breite eines Hinterschenkels entfernt. Flügeldeckenspitzen ganz hinten klaffend und einzeln schwach abgewinkelt gerundet. Flügeldeckenseitenrand oben auf Höhe des dritten Streifens beginnend und gleichmässig breit bis knapp hinter den Trechusbogen ziehend. Beine: Gliedmasse mit unauffälligen Proportionen, beim Männchen die ersten zwei Vordertarsenglieder gattungstypisch spitz dreieckig zur Aussenseite hin ausgezogen. Aedoeagus, Lateralansicht, distales Ende rechts gelegen (Abb. 2 a): Schlank, langgestreckt, in der basalen Hälfte vor der Mitte bauchig erweitert. An der untersten Basis, unterhalb der Parameren, ein ovaler, in Aufsicht platter, stark sklerotisierter Anhang. Spitze des Aedoeagus ausgezogen und steil nach oben gebogen. Eine sklerotisierte Innensackstruktur (pièces copulatrices) etwa mittig im Aedoeagus. Die sklerotisierte Innensackstruktur aus zwei Teilen bestehend: ein spitzer gerader Sporn in einer halbkegelförmigen Scheide, die distal einfach und zugespitzt ausläuft. An der Oberkante der Scheide ein gleich bleibend schmaler Rand nach unten geknickt (Detail in Abb. 2 a). Entlang der Unterseite der halbkegelförmigen Scheide ein durchgehender Kiel bis kurz vor die Spitze (nicht abgebildet).	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D12FFEB4BFAFBF5FD857167.taxon	biology_ecology	Phänologie: T. schyberosiae sp. nov. ist von Mai bis Anfang September gefunden worden.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D12FFEB4BFAFBF5FD857167.taxon	distribution	Vorkommen: Südlich unterhalb des Hengst im Gebiet der Schrattenfluh im Kanton Luzern, in den steilen Nordflanken des Hohgant im Kanton Bern, in der nordexponierten Schutthalde des Brienzer Rothorns auf Luzerner Gebiet und auf dem Pilatus auf Nidwaldner und eventuell Obwaldner Gebiet. In der alpinen Region ab 2000 m Höhe.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D12FFEB4BFAFBF5FD857167.taxon	etymology	Etymologie: Nach der sagenhaften Jungfrau " Schybe-Rosi ", die in einer Höhle der Schrattenfluh eingesperrt sein soll.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D15FFE94B1DFD60FCA97727.taxon	materials_examined	Das in der Sammlung ETH als Typus Heers verwahrte Exemplar entspricht in seiner hellen Färbung, geringen Grösse und seinen Halsschildproportionen ganz der allgemein als T. pertyi HEER, 1837 angesehen Art und ist mit T. schyberosiae sp. nov. nicht identisch. Das männliche Genital kann nicht untersucht werden, da es sich um ein Weibchen handelt. Der Typenfundort von T. pertyi HEER, 1837 lässt sich mit letzter Sicherheit nicht mehr angeben, da er in Heer (1837) nicht ausdrücklich genannt wird und der Typus der Sammlung Heer keinerlei Fundortbezeichnung trägt. Heer (1837) erwähnt, dass T. pertyi HEER, 1837 " nicht selten in unseren Alpen " sei. Von Jeannel (1927) und Marggi (1992) wird der Gemmipass als Typenfundort für T. pertyi HEER, 1837 angegeben.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D15FFE94B1DFD60FCA97727.taxon	diagnosis	T. schyberosiae sp. nov. ist dem T. longulus DANIEL & DANIEL, 1898 aus den Südostalpen Sloweniens und Italiens am ähnlichsten. Beide Arten sind nur durch in der Aedoeagus-Innensackstruktur (pièces copulatrices) verschieden und sicher zu trennen. Bei T. longulus DANIEL & DANIEL, 1898 ist der Scheidenteil apikal in einen sichelartigen, heruntergebogenen Haken mündend (Jeannel 1927, Franz 1932, Abb. 2 c), bei T. schyberosiae sp. nov. ist dieser einfach spitz zulaufend (Abb. 2 a). T. schyberosiae sp. nov. ist auch den anderen Nordschweizer Arten T. pertyi HEER, 1837 und T. glacialis HEER, 1837 recht ähnlich. Die neue Art lässt sich durch die charakteristische Aedoeagus-Form, besonders aufgrund der aufgebogenen Spitze, von beiden anderen Arten unterscheiden. Die Spitze des Aedoeagus sowohl von T. pertyi HEER, 1837 (Abb. 2 b) als auch von T. glacialis HEER, 1837 (Abb. 2 d) ist gerade ausgezogen und nie stark aufgebogen wie bei T. schyberosiae sp. nov. (Abb. 2 a). Die Innensackstruktur (pièces copulatrices) des Aedoeagus von T. schyberosiae sp. nov. ähnelt im Ruhezustand der von T. pertyi HEER, 1837. Sie kann im herauspräparierten Zustand als sicheres Unterscheidungsmerkmal herangezogen werden, da die Spitze des grösseren, scheidenförmigen Elements der pièces copulatrices jeweils artspezifisch ausgeformt ist. Bei T. schyberosiae sp. nov. ist dieses einfach, leicht abgerundet zugespitzt und dorsal mit einer kielförmigen Lamelle versehen. Bei T. pertyi HEER, 1837 ist die Scheide blattartig verbreitert und bei T. glacialis HEER, 1837 flach auslaufend mit einer nach unten weisenden Spitze (vgl. Detailzeichnungen von Abb. 2 a, 2 b und 2 d). T. schyberosiae sp. nov. ist deutlich grösser als T. pertyi HEER, 1837, und sein Halsschild ist im Mittel breiter als bei beiden Vergleichsarten. Das Breiten-Längenverhältnis bei T. schyberosiae sp. nov. beträgt 1,446 + / - 0,039, während bei T. pertyi HEER, 1837 1,422 + / - 0,036 und bei T. glacialis HEER, 1837 1,424 + / - 0,037 festzustellen waren. Allerdings ist dieses Merkmal zur Trennung von Einzelstücken nicht zuverlässig, die Halsschildbreiten / - längenquotienten variieren bei allen Arten beträchtlich und überlappen erheblich. T. schyberosiae sp. nov. ist fast so dunkel-schwärzlich wie T. glacialis HEER, 1837, mit dem er zusammen aber nicht auftritt. T. pertyi HEER, 1837 aus dem Verbreitungsgebiet westlich der Reuss, wie er syntop mit T. schyberosiae sp. nov. gefunden werden kann, hat eine deutlich hellere Körperfarbe. Nur östlich der Reuss ist T. pertyi HEER, 1837 ebenfalls schwärzlich-dunkel gefärbt (zahlreiche Belege in ETH, NMBE, cSZ).	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
E125F5078D15FFE94B1DFD60FCA97727.taxon	description	T. schyberosiae sp. nov. wäre nach Marggi 1992 als alpine und „ auf der Erdoberfläche lebende Trechus - Art “ einzuschätzen und tritt an allen vier bekannten Fundstellen zusammen mit T. pertyi HEER, 1837 auf. An den Fundstellen scheint die Einnischung beider Arten jedoch verschieden zu sein. T. schyberosiae sp. nov. ist an wärmeren Stellen im alpinen Rasen, wo T. pertyi HEER, 1837 häufig sein kann, nicht anzutreffen. Dafür fehlt T. pertyi HEER, 1837 an Stellen, an denen T. schyberosiae sp. nov. besonders häufig auftritt, wie in feuchtem Schutt und besonders an sehr felsigen Standorten. Nach Luka & al. (2009), die als Lebensraumkategorie-Präferenz für T. pertyi HEER, 1837 Schneetälchen angeben, würden wir für T. schyberosiae sp. nov. Steinschuttund Geröllfluren als Lebensraumkategorie-Präferenz annehmen.	de	Szallies, Alexander, Schüle, Peter (2011): Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini). Contributions to Natural History 18: 1-12, DOI: 10.5169/seals-787073
